SHORT TRIP

Was in Brüssel stört

Was mich in Brüssel stört

Nach meinem Umzug von Hamburg nach Brüssel habe ich die ersten Eindrücke des neuen Landes und der neuen Großstadt verdauen können. Auch an die zweieinhalb Sprachen, die hier gesprochen werden (flämisch, französisch und zum Teil englisch), habe ich mich schon gewöhnt. Meistens ist alles hier zweisprachig: Ticketautomaten für den öffentlichen Nahverkehr, Reklame, Schilder usw. Da ich in der Nähe des Europäischen Viertels wohne, habe ich es auch nie weit zu Supermärkten, Bars und weiteren Lokalitäten. Soweit fühle ich mich hier sehr wohl, dennoch möchte ich hier einmal loswerden, was in Brüssel stört.

Müll, Verkehr, Pfand: Was in Brüssel stört!

  1. Der Müll  auf den Straßen

    Streetart: Müllbekämpfung in Brüssel

    Streetart: Müllbekämpfung in Brüssel

    Das System mit der Müllabfuhr ist für einen Deutschen schon recht gewöhnungsbedürftig. Ein- bis zweimal die Woche kommt die Müllabfuhr. Je nach Viertel haben die Müllsäcke für Restmüll, Papier und Plastik auch unterschiedliche Farben. Die Mülltüten kauft man am besten beim lokalen Supermarkt in der Nähe. Dann stellen die Brüsseler an bestimmten Tagen ihre Mülltüten abends vor die Tür, damit sie am nächsten Morgen von der Müllanbfuhr abgeholt werden können. Dabei werden die Säcke anscheinend nicht immer richtig zugeschnürt. Das führt bei starkem Wind häufig dazu, dass sich der Abfall über die Straßen verteilt. Zudem zerreißen Vögel die Säcke, was den selben Effekt hat.

  2. Der Kot auf den Gehwegen

    Ich weiß nicht warum, aber Brüssel hat ein massives Kot-Problem! Bei jedem Schritt muss man auf den Boden schauen, um nicht in eine der stinkenden Kackfallen zu treten. Entschuldigt meinen Ausdruck, aber es ist leider so. Einmal zu tief im Gespräch versunken, einmal zu viel auf’s Smartphone geschaut und die Wahrscheinlichkeit, in Hundekot zu treten, steigt um ein Vielfaches.

  3. Pfand

    In Belgien gibt es größtenteils (noch) keinen Pfand. Nur für ausgewählte Flaschen muss man beim Kauf etwas drauf legen. Das führt dazu, dass sich im Haushalt sehr viel Plastik und in den Straßen sehr viel Müll ansammelt. Und das tut der deutschen Umweltschützer-Seele weh. Wir sind es gar nicht mehr gewohnt, leere Bierdosen am Straßenrand zu sehen.

  4. Der Stadtverkehr

    Der dichte Verkehr an Autos und Bussen trifft besonders Pendler und ist definitiv etwas, was in Brüssel stört. Zahlreiche Baustellen und Umleitungsschilder sorgen für noch mehr Chaos. Da hilft dem Zugezogenen das beste Navi nicht, wenn zahlreiche Straßen wegen Bauarbeiten gesperrt sind.

Aber wenn’s sonst nichts weiter ist?  Ich glaube als Deutsche bin ich schon relativ verwöhnt, was Sauberkeit und Verkehrsverhalten angeht. Und Brüssel hat mit seinen kulturellen Attraktionen und Sehenswürdigkeiten ja auch viel Schönes zu bieten.

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