LIFESTYLE

Safety First: Wandern, aber richtig!

Erst kürzlich habe ich mal wieder eine Nachricht über einen verunglückten Wanderer gelesen. Alle paar Monate laufen mir diese Nachrichten über den Weg: „Deutscher Tourist auf Teneriffa tödlich verunglückt“, „Deutsche Wanderer auf La Gomera gerettet“ usw. Das ist tragisch und traurig für alle Beteiligten und Angehörige der Opfer. Und immer wieder frage ich mich, wieso? Wie konnte es dazu kommen? Leichtsinn? Überschätzung? Schlechte Vorbereitung? Auf Wandertouren kommen mir regelmäßig sogenannte „Pseudo-Wanderer“ oder „Möchtegern-Erfahrene“ entgegen, denen man ihre Laienhaftigkeit in Sachen Wandern sofort ansieht. Anlass genug für mich, hier einige Ratschläge loszuwerden.

  1. Das richtige Schuhwerk! Je nachdem wo und wie intensiv ihr wandert, ist das Schuhwerk auszuwählen. Wenn es steinige Pfade sind und/oder viele Höhenmeter gemacht werden, empfiehlt sich ein hoher Schaft, damit die Knöchel geschützt sind. Der Schaft bietet euch zudem eine gute Unterstützung und ihr knickt nicht so schnell weg. Dies ist vor allem auf längeren Touren sinnvoll, da nach einiger Zeit die Konzentration nachlässt. Ich persönlich bin kein großer Fan von Wildleder. Zumindest, wenn man weiß, dass es auch mal etwas nasser zugehen kann. Glattes Leder ist einfacher zu reinigen, damit pflegeleichter und dadurch haltbarer. Aber das ist vielleicht auch Geschmackssache. Auf kürzeren oder weniger anspruchsvollen Touren sind auch halbhohe Wanderschuhe oder zur Not auch Turnschuhe geeignet.

    Das richtige Schuhwerk wappnet euch fürs Wandern

    Das richtige Schuhwerk wappnet euch fürs Wandern

  2. Geht niemals alleine wandern! Es kann immer mal etwas passieren. Ihr stoplert ungücklich oder verlauft euch. Zu Zweit oder in einer größeren Gruppe ist es wesentlich ungefährlicher.
  3. Zwiebelook: Mit dem Zwiebelprinzip könnt ihr nichts falsch machen und seid für Wetterumschünge und größere Höhen gut gewappnet! Generell solltet ihr euch in euren Wanderklamotten wohlfühlen und euch gut bewegen können. Wenn ihr Pausen macht, zieht euch sofort warm an. Ist das Oberteil durchgeschwitzt, zieht es für die Pause aus, legt es an die frische Luft bzw. wenn möglich an die Sonne und zieht euch eine trockene warme Jacke drüber (auch im Sommer!). Wenn es mit dem Trocknen schnell gehen musst, zieht euch ein neues Shirt an und das nasse einfach darüber. Dann noch die Jacke an und euer Körper wirkt wie eine Heizung.

    Zwiebellook beim Wandern kann ich nur empfehlen

    Zwiebellook beim Wandern kann ich nur empfehlen

  4. Der Zwiebellook führt uns gleich zur Nr.4: Unterschätzt NIE die Temperaturen in der Höhe und nehmt Wetterprognosen ernst! Pro 100 Höhenmeter wird es im Durchschnitt um 0,6 Grad Celsius kälter.
  5. Reichlich zu Trinken mitnehmen! Vor allem Wasser. Ich habe zum Beispiel ein praktisches Camelback, weil ich zwischendurch ständig ein Schlückchen trinken möchte, ohne die Wasserflasche mühsam aus meinem Rucksack kramen zu müssen ;). Auch ein Flaschenhalter, der per Karabiner am Rucksack angebracht werden kann, ist praktisch.

    Ich habe mein Camelbak schön im kleinen Rucksack verpackt und kann jederzeit Wasser trinken

    Ich habe mein Camelbak schön im kleinen Rucksack verpackt und kann jederzeit Wasser trinken

  6. Orientierung ist wichtig. Denkt an Kartenmaterial, ein GPS-Gerät oder noch besser, einen Kompass. Ihr habt ja nicht immer gutes Handynetz. Und die gute alte Orientierungsschule macht auch mächtig Spaß!
  7. Schützt euch vor Sonne: Kopf- und Nackenbedeckung sind gerade im Sommer bzw. in südlichen Ländern ein absolutes Muss! Desto höher, desto wichtiger. Schließlich nimmt die UV Strahlung pro Höhenmeter zu. Der Sonnenbrand ist eine der häufigsten Verletzungen beim Wandern… Denkt auch daran, euch vorher gut mit Sonnenschutz einzucremen.

 

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