SHORT TRIP

Langes Wochenende in Paris

Von Brüssel aus ist es gar nicht mehr weit bis zur französischen Metropole. Etwa 300 Kilometer liegen zwischen Paris und Brüssel. Damit steht einem langen Wochenende in Paris nichts mehr im Wege!

Die Entscheidung, WIE wir nach Paris kommen, fällt am Ende sehr leicht. Mit dem „Billig-Zug“ IZY zahlen wir für 2 Personen, Hin- und Rückfahrt nur rund 60 Euro. Die Fahrt mit dem Flixbus war zu dieser Zeit etwas teurer mit einer deutlich längeren Fahrzeit. Mit dem Auto hätten wir uns zuvor um eine Plakette kümmern müssen und einen Parkplatz teuer mieten müssen. Da kommt uns das Angebot von IZY sehr gelegen. In nur 2 Stunden fahren wir gemütlich von Brüssel Midi Station bis Paris Nord.

Paris, je t’aime!

Paris - die populären 3: Triumphbogen - Eiffelturm - Notre Dame

Paris – die populären 3: Triumphbogen – Eiffelturm – Notre-Dame

Die Stadt groß! 2,2 Millionen Menschen leben im inneren Kreis, also innerhalb der Stadtautobahn. Die französische Hauptstadt ist in viele Bezirke, sogenannte Arrondissements unterteilt, die von der Mitte aus Schneckenförmig nach außen verlaufen. Wir haben uns ein Zimmer in einem IBIS Hotel in der Nähe vom Place de la Bastille ausgesucht. Das liegt etwa zwischen dem 4. und 11. Arrondissement. Das Ibis Paris Bastille Faubourg St Antoine hat ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Kleine, aber saubere Zimmer – völlig ausreichend für uns 🙂

Nach dem Hotel Check-in mittags gehen wir die Gegend um uns herum erkunden und entdecken eher durch Zufall einen wunderschönen Innenhof: den Place des Vosges. An einem schönen Samstagnachmittag tummeln sich in dem kleinem Park zahlreiche Menschen. Am Place des Vosges schließt die Rue des Francs Bourgeois an, mit zahlreichen Shops zum Schmökern.

Wunderschön hergerichtet: Der Place des Vosges in Paris

Wunderschön hergerichtet: Der Place des Vosges in Paris

Einige wenige hundert Meter weiter erstreckt sich das Centre Pompidou. Und weiter Richtung Süden kommen wir schon auf die Kathedrale Notre-Dame zu. Auf dem Platz davor ist es brechend voll mit Touristen, deshalb gehen wir relativ schnell zu weiter und finden an der Seine, direkt hinter Notre-Dame eine Holocaust-Gedenkstätte. Es bietet viel Raum für Geschichten und Informationen über die grausamen Deportationen der NS-Zeit. Mich hat die Gedenkstätte sehr berührt – es ist (wie es auch sein soll) ein Ort der Erfurcht, gegen das Vergessen und der Nachdenklichkeit.

Ein Wochenende in Paris – ganz schön wenig

Paris ist so unglaublich groß und hat so viel zu bieten. Unmöglich an nur einem Wochenende ein umfassendes Bild der Stadt zu bekommen – und alle Ecken kennenzulernen. Ich erkunde eine Stadt immer gerne zu Fuß. Und so kommt es, dass wir bestimmt 10-15km durch Paris latschen und dabei ziemlich viele Sehenswürdigkeiten mitnehmen.

Ein langer Spaziergang durch Paris mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten

Ein langer Spaziergang durch Paris mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten

Wir starten am Places des Vosges und überqueren über die Austerlitz-Brücke die Seine. Dann geht es schnurtraks durch den Park Jardin des Plants, wo wir direkt auf das imposante Naturkundemuseum zulaufen. Es geht Richtung Rue Mouffetard. Eine sehr süße Straße mit Marktständen (zumindest war es am Sonntag so). Dann geht es weiter durch den Jardin du Luxembourg mit seinem Palast Luxembourg Richtung Westen. Wer möchte, kann beim Le Bon Marche vorbeischauen. Eine weitere der unzähligen Shoppingmöglichkeiten. Wir marschieren aber weiter vorbei am Invalidendom und vorbei an der Militärakademie. Von weitem ist der Eiffelturm schon zu sehen. Direkt hinter dem Eiffelturm überqueren wir wieder die Seine und laufen zum Arc de Triomphe. Gar nicht so einfach, den riesigen Verkehrskreisel zu überwinden und den Triumphbogen zu erreichen – aber stumpf sein und einfach laufen ist die Devise.

Stumpf ist Triumph

Zurück geht es natürlich über die Champs-Élysées, vorbei an Edelshops und dem Grand Palais. Es dauert nicht lange und wir sind wieder in einem Parkgelände, das uns zum Louvre führt. Den Besuch spar ich mir für ein anderes Mal auf – in der Hoffnung, einen Tag zu finden, an dem es dort nicht gaaaanz so voll ist…

Bei einem Wochenende in Paris kommt man am Louvre natürlich nicht vorbei

Bei einem Wochenende in Paris kommt man am Louvre natürlich nicht vorbei

Nach einigen Stunden und einer Kaffee-Pause zwischendurch neigt sich der lange Spaziergang dem Ende zu. Für den nächsten Tag haben wir den Invalidendom ins Auge gefasst. Der Dom ist Teil der Anlage Hôtel des Invalides und war vor Urzeiten mal eine Kirche. 1840 wurde er zur Grabstätte für den Kaiser Napoleon I. umgebaut.

Der Invalidendom in Paris ist imposant - sowohl von außen, als auch von innen

Der Invalidendom in Paris ist imposant – sowohl von außen, als auch von innen

Derzeit ist im dortigen Armee-Museum auch eine Ausstellung zu Napoleon als Kriegsstratege. Ich war (auch angesichts der kurzen Zeit, die wir dort verbracht haben) etwas überfordert mit den vielen Exponaten, Waffen, Uniformen usw. Es war sehr viel auf einmal und letztlich habe ich etwas den roten Faden vermisst. Nachdem wir uns mittags gestärkt haben und ich meinen ersten Café Gourmand des Lebens genossen habe, schlendern wir über den Boulevard Saint-Germain.

Ein Café Gourmand ist ein Nachtisch mit Espresso, der viele verschiedene kleine Leckereien kombiniert. Wie ein Probier-Teller für Nachspeise.

Ein Café Gourmand ist ein Nachtisch mit Espresso, der viele verschiedene kleine Leckereien kombiniert. Wie ein Probier-Teller für Nachspeise.

An der Kreuzung zur Rue du Bac entdecken wir das Geschäft Deyrolle. Der Laden hat mich irgendwie beeindruckt. Dort gibt es Bücher usw. über Tiere zu kaufen, Gartenschaufeln und auch Tierpräparate. Vom Schmetterling bis hin zu Eisbären… Es hat etwas vom Kuriositäten-Kabinett. Dahinter verbirgt sich eine lange Geschichte der Tier- und Naturverbundenheit gepaart mit dem Wunsch, Wissen zu vermitteln.

Ein Wochenende in Paris:

Was mir gefallen hat:

  • sehr gutes Metro System
  • viele weitläufige Parkanlagen, viele schöne Gebäude und Fassaden
  • Cafés und Restaurants an jeder Ecke
  • es gibt auch ruhigere Straßen, abseits der Touristenmagnete
  • viele Geschäfte haben Samstags lange auf und auch Sonntags geöffnet

 

Was mir weniger an Paris gefällt:

  • Paris ist sehr teuer. Klamotten, Souvenirs, Essen – man wird ziemlich viel Geld los :/
  • vor allem am Louvre, dem Notre-Dame und beim Eiffelturm türmen sich die Touristen. Das macht weniger Spaß
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