Relativ kurzfristig habe ich mich im November 2017 entschieden, noch schnell vor Jahresende die Sonne aufzusuchen. Es war einfach zu kalt und und zu grau in Deutschland bzw. Belgien. Auf der kanarischen Insel Fuerteventura soll es auch im Winter noch über 20 Grad geben. Fuerteventura im Dezember? JA!

Während ich in Deutschland noch wenige Tage zuvor einen Schneemann im Vorgarten gebaut hatte, konnte ich kurze Zeit später Strumpfhose und Gummistiefel gegen Sonnencreme und Flip Flops eintauschen. Von Hamburg aus ging es in rund 4 Stunden (wir hatten kräftig Rückenwind) auf die Insel vulkanischen Ursprungs – warum sollte man sich Fuerteventura im Dezember mal nicht gönnen?! 😉

Urlaub Deluxe im 4 Sterne plus Hotel

Ich reise oft in 3-4 Sterne Hotels und hatte bislang noch nie wirklich Pech mit der Hotelauswahl. Ich orientiere mich immer an den Bewertungen auf verschiedenen Portalen. Dieses Mal hatte ich ein Schnäppchen erwischt und war sogar in einem erst 2015 erbauten 4 1/2 Sterne Hotel untergebracht. Ich möchte nicht wissen, wie viel das Hotel zur Hauptsaison kostet, im Dezember ist es aber definitiv sein Geld wert. Das Essen war köstlich, die Zimmer groß und modern. Die gesamte Anlage wirkt sehr gepflegt und großzügig.

Fuerteventura: Das SENSIMAR Royal Palm Resort & Spa bei Sonnenuntergang

Fuerteventura: Das SENSIMAR Royal Palm Resort & Spa bei Sonnenuntergang

Wandertour auf Fuerteventura

Eigentlich ist die Insel ja gar keine typische Wanderinsel. Da einer der wenigen ausgewiesenen Wanderwege nur zwei km von dem Hotel anfing, war ignorieren keine Option. Knapp 800 Höhenmeter ging es vom Meer ziemlich gleichmäßig bergauf zum Pico de la Zarza.

Fuerteventura: Von Morro Jable geht es auf den Pico de la Zarza

Fuerteventura: Von Morro Jable geht es auf den Pico de la Zarza

Der Wanderweg ist immer gut sichtbar und verlaufen kann man sich kaum. Wir sind ohne Karte gelaufen, die Ausschilderungen haben für diesen kurzen Wanderausflug vollkommen gereicht. Es geht zunächst die Straße in Morro Jable hinauf, vorbei an einigen Hotels. Nach kurzer Zeit erreichen wir die Schotterpiste, die wir im Grunde nicht mehr verlassen.

 

Zum Pico de la Zarza geht es über Schotterwege hinauf

Zum Pico de la Zarza geht es über Schotterwege hinauf

Streifenhörnchen: Kleine Wegbegleiter versüßen den Gang hinauf

Streifenhörnchen: Kleine Wegbegleiter versüßen den Gang hinauf

Man geht eine Zeit lang parallel zu dem wunderschön im Tal gelegenen Golfplatz. Weiter geht es ins Landesinnere. Er ist der einzig grüne Fleck. Man sollte nicht unterschätzen, dass es die ganze Zeit hoch geht. Für 300 Höhenmeter bergauf sollte man schon eine Stunde einrechnen. Nach etwa 2,5-3,5 Stunden erreicht man die Spitze. Vom Gipfel hat man eine wunderschöne Aussicht auf die Strände der Westküste und auf den kleinen Ort Cofete. Unweit des Dorfes kann man auch die Villa Winter erkennen, um die sich diverse Gerüchte ranken. Obwohl Fuerteventura keine Wanderinsel ist, haben wir dennoch mehrere Wanderer getroffen. 800m bergab – Der Rückweg ist dafür natürlich umso leichter. 😉

Der Blick vom Pico herab auf die Westseite Fuerteventuras

Der Blick vom Pico herab auf die Westseite Fuerteventuras mit der Villa Winter und dem Ort Cofete im Hintergrund

Tarajalejo, La Pared und andere verlassene Orte

Da ich bislang nur einmal auf Fuerteventura war – und das im Dezember, maße ich mir nicht an zu bewerten, wie gut die Inselorte in der Hochsaison besucht sind. Im Dezember wirkten jedoch gerade die kleineren Urlaubsorte sehr einsam. Zudem findet man über die ganze Insel verteilt viele verlassene, alte Häuser und heruntergekommene Hotelanlagen. So auch in Tarajalejo. Statt alte Anlagen zu sanieren, baut man offenbar lieber nebenan ein neues Hotel. Der Ort wirkt trotz einer schön gepflasterten Promenade irgendwie trostlos.

Fuerteventura, Promenade in Tarajalejo

Fuerteventura, Promenade in Tarajalejo

Fuerteventura, alte Hotelanlage in Tarajalejo

Ajuy

Etwas lebendiger war dagegen der Küstenort Ajuy im Westen der Insel. Der abgelegene Ort bietet einen abwechslungsreichen und kurzweiligen Wanderpfad direkt an den Klippen entlang. Die Aussicht ist lohnenswert und für kleine Abenteurer gibt es am Ende sogar eine kleine Höhle zu erkunden. Wer nach dieser etwa einstündigen Tour Hunger bekommen hat, kann sich in eines der Restaurants satt essen. Die waren sogar im Dezember sehr gut besucht.

Fuerteventura: In Ajuy geht ein Weg direkt an den Klippen entlang

Fuerteventura: In Ajuy geht ein imposanter Weg direkt an den Klippen entlang

Andererseits geben die kleinen Orte auch die Möglichkeit, für sich allein die tosenden Wellen und die Wucht des Meeres zu spüren. Ohne großartig gestört zu werden, nutzte ich die Zeit, um an einer Klippe das Spektakel des Wassers zu genießen.

Fuerteventura im Dezember: Einfach mal abschalten

Fuerteventura im Dezember: Einfach mal abschalten – Namaste

Natürlich ist in den drei großen Touristenorten Costa Calma, Jandia (beide im Süden) und Corralejo (im Norden) trotz Winterflaute noch etwas los. Die Dünen von Corralejo sind absolut einen Ausflug wert. Über mehrere Kilometer erstrecken sich hellsandige Dünen in dem Naturschutzgebiet.

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Fuerteventura im Dezember: da ist noch was los

Die Vulkan-Insel punktet mit endlosen Sandstränden und ist damit ein absolutes Bade- und Wassersportparadis. Das Inland hat dagegen kaum etwas zu bieten. Für Familien gibt es noch den Oasis (Tier-) Park, den ich allerdings nicht besucht habe. Im Dezember kann man noch mit 20-22 Grad tagsüber rechnen. Abends kühlt es natürlich merklich ab und man benötigt eine Jacke oder zumindest einen Pulli. Ich hatte in den 9 Tagen immer wieder Sonnen/Wolken-Tage, an denen es eher gefühlte 18 Grad waren. Richtiges Badewetter kann man auf Fuerteventura im Dezember nicht an jedem Tag erwarten. Dennoch tat es der Seele merklich gut, mal wieder ein paar Sonnenstrahlen zu tanken… Und im Meer war ich auch!

 

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